Die Spielvereinigung Hurst-Rosbach, damals bis heute…

Die Geschichte des Fußballsports beginnt im Rosbacher Raum im Jahre 1909. Damals gründeten einige Rosbacher Männer den Verein und spielten mit sportbegeisterten Sportfreunden aus Dattenfeld, Schladern und weiteren Orten auf einer Wiese zwischen Rosbach und Hinterhof.

Am 13. September 1919 wurde dann die Spielvereinigung Hurst-Rosbach ins Leben gerufen. Einen Verein nach dem 1. Weltkrieg und der dann folgenden Weltwirtschaftskrise aufzubauen und weiter zu entwickeln, war für unsere Gründerväter sicher nicht einfach. Schon damals zeigte sich –wie auch Heute noch-, dass Vereine Funktionen übernehmen, die ihnen keiner honorieren kann. „Körperertüchtigung”, wie man es in der damaligen Zeit nannte, stand im Vordergrund, aber auch die damals viel stärker ausgeprägten Ideale von Kameradschaft und Verbundenheit untereinander. Für viele war der Verein nicht nur Wettkampf und Kräftemessen, sondern auch der Mittelpunkt außerhalb der Familie.

Den Meisterschaftsbetrieb nahm man im Jahre 1922 in der C-Klasse des Gaues Südwest – Kreis Betzdorf auf. Es gelang der sofortige Aufstieg in die B-Klasse in der Saison 1923/24. Wieder ein Jahr später spielte man schon in der A-Klasse, wo man drei Jahre später den ersten Platz belegte und in die Bezirksklasse 2 aufsteigen konnte. Der Sportplatz reichte den Ansprüchen längst nicht mehr und so wurde am 18.08.1929 der neue Sportplatz in Hurst eingeweiht. Zwischen den Spielen fanden gymnastische Übungen der Mitglieder unter der Leitung des Sportwartes Adolph Gerhards zur Erheiterung der Zuschauer statt. Der nächste Aufstieg in die 1. Bezirksklasse ließ dann auch nicht lange auf sich warten.

Anfang der dreißiger Jahre wurde eine Theatergruppe gegründet und es fanden Aufführungen im Saale Lenz in Hurst und Mergenthaler in Rosbach statt.

Im Jahre 1933 konnte man auf eine sehr erfolgreiche Schülermannschaft zählen. Doch der Verein hatte auch seine Tiefpunkte und so teilte er sich im Jahr 1935 in die zwei Vereine Hurst und Rosbach auf.

Im zweiten Weltkrieg musste der Spielbetrieb dann vorübergehend eingestellt werden und er ließ einige Vereinskameraden leider nicht mehr heimkehren.

Der Krieg war kaum vorbei und schon am 11. September 1945 trafen sich die ehemals sportbegeisterten Rosbacher, um die Fortsetzung des Spielbetriebes zu organisieren. Der Vorstand mit Karl Streck, Willi Äuer, Eduard Quarz, August Mortsiefer und einigen anderen Helfern bemühten sich mit begeistertem Engagement, dem Verein wieder Leben einzuhauchen. Viele Vereine wurden um diese Zeit wieder aktiviert. Sicherlich hatten unsere Sportler es nicht einfach in der damals angespannten wirtschaftlichen und politischen Lage, eine Fußballmannschaft zu unterhalten. Bälle und Trikots zu besorgen, sowie Fahrtmöglichkeiten zu Auswärtsspielen zu organisieren waren schon ein abenteuerliches und manchmal unmögliches Problem.

Immer noch gab es in den Orten Rosbach und Hurst je einen Verein, wobei der letztere der erfolgreichere war. 1954 haben sich unsere treuen Vereinsfunktionäre dann endlich entschlossen, die beiden Vereine wieder zusammen zu führen und schon in der Saison 1954/55 hatte die jetzige „Spielvereinigung” Hurst-Rosbach den Aufstieg in die Bezirksklasse geschafft.

Eine große Meisterfeier für die erfolgreichen Spieler Hundhausen, Brucherseifer, Mortsiefer, Römer, Eckenbach, Riecke, Mindel, Müller, Schmitz, Kalkuhl und Hermes wurde unter großer Beteiligung der Bevölkerung mit Musik vor dem Bürgermeisteramt in Rosbach den Sportlern nur gerecht.

Doch nach dem Jubel des Aufstiegs erfolgte ein paar Jahre später der Abstieg in die 1. Kreisklasse und noch tiefer in die 2. Kreisklasse ging es im Jahre 1968. Die großen Zeiten waren erst einmal vorbei.

Vordere Plätze in der Kreisliga B wurden in den folgenden Jahren ständig erreicht und die Gewinne der Gemeindemeisterschaften in den Jahren 1978, 1979 und 1980 (sowohl I. als auch II. Mannschaft, was bis heute einzigartig geblieben ist!!!) ließen die vom Bürgermeister gestifteten Wanderpokale in den Besitz der Spielvereinigung übergehen.

Die zweite Mannschaft schaffte in der Saison 1983/84 den Aufstieg in die Kreisliga B. Somit hatten wir zwei Mannschaften in der B-Klasse und mussten daher in zwei verschiedenen Staffeln antreten. Die erste Mannschaft wurde in diesem Jahr Vizemeister und mit Eberhard Rieger erhielt sie auch einen neuen Trainer.

Stolz blickte die Mannschaft 1987 auf den Erfolg im Kreispokal. Konnte man doch in die vierte Runde einziehen und musste sich erst dort, beim Oberligisten Bad Honnef, geschlagen geben.

Ein weiterer Höhepunkt war die Sportwoche 1987 unter Mitwirkung des Luftflottenkommandos aus Porz, das an dem Turnier selbst teilnahm und gleichzeitig eine Wehrübung neben unserem Sportplatzgelände abhielt.

In der nächsten Saison belegte man nur noch den vierten Tabellenplatz und es ging noch weiter abwärts bis im Jahr 1988/89 für die erste Mannschaft ein bitterer Ausflug in die Kreisliga C vorgesehen war. Es gelang dann aber unter der Leitung von Trainer Gunter Augustat der sofortige Wiederaufstieg in der Saison 1989/90.

Die Euphorie noch eine Klasse höher aufzusteigen erfüllte sich nicht. Mit Heimkehrer Volker Hundhausen als Trainer sollte der Aufstieg in die Kreisliga A in den nächsten Jahren gelingen. Trotz starker Mannschaft scheiterte die „Rosbacher Erste” dreimal hintereinander. Nicht nur Frust und Enttäuschung sondern auch Spott und Vorwürfe waren nicht zu überhören. Fast die komplette 1. Mannschaft verließ ihren Verein nach der Saison 1992/1993 und der erneute Abstieg in die Kreisliga C war für Kenner schon beschlossene Sache. Wir hatten, unter der Voraussetzung den Aufstieg im vierten Anlauf zu schaffen, den Trainer Klaus Höhner verpflichtet, der nun –unter ganz anderen Bedingungen- die Herausforderung annahm, aus dem Rest der verbliebenen Spieler und den Spielern der zweiten und dritten Mannschaft ein Team zu formen, das den Klassenerhalt schaffen könnte. Ja, am Ende sogar den 8. Tabellenplatz erreichte. Diese hervorragende Leistung, die zu Beginn der Serie niemand erwartet hatte, ist sicherlich auf die sachliche und kompetente Arbeit des Trainers, sowie auf die gute Kameradschaft der beiden Seniorenmannschaften zurückzuführen. Erfreulich war dann auch die Rückkehr einiger Spieler, die den Verein im Jahr zuvor verlassen hatten.

In der Serie 1996/97 sollte ein neuer Trainer, Klaus Hilsdorf für den nötigen Aufwind zum Aufstieg in das Oberhaus sorgen und man fand sich am Ende dann auf dem vierten Tabellenplatz wieder. Aber jeder Fleiß wird einmal belohnt und so wurde am Ende der Saison 1997/98 eine überschäumende Meisterschaftsfeier gestartet.

Nun kam uns die hervorragende Jugendarbeit der vergangenen Jahre zu gute. Die jungen Spieler wurden in die erste Mannschaft integriert und mit einer starken, aber sehr jungen Mannschaft begannen wir die Herausforderung „Kreisliga A”.

Spannende Spiele mit viel Ehrgeiz und Kampf ausgetragen sind den treuen Zuschauern, die zahlreich die Heimspiele besuchten und auch zu den Auswärtsspielen die Mannschaft unterstützen, geboten worden (z.B. 1. Auswärtsspiel in Uckerath 10:6 auf neuem Kunstrasen). Anfangs konnte die Mannschaft noch gut mithalten, aber die Stärke der Kreisliga A war schon ein großer Unterschied zur gewohnten Gruppe. Ohne das nötige Quäntchen Glück und mit großen Verletzungssorgen konnten wir unser Ziel in der Kreisliga A zu verbleiben nicht verwirklichen. Schon nach einem Jahr war unser Ausflug ins Oberhaus beendet.

In der Serie 1999/2000 belegten wir dann den 3. Tabellenplatz in der Kreisliga B und Klaus Hilsdorf übergab die Trainerarbeit an Jürgen Neumann. Unter ihm erreichte man die Vizemeisterschaft in der Gruppe und mit 59 Punkten und 76:28 Toren war der Aufstieg knapp verpasst. Im nächsten Jahr wurde mit dem Erreichen des 7. Tabellenplatz wieder der Trainer gewechselt und „Eigengewächs” Kai Prange übernahm die Leitung des Teams. Auch er sollte den 7. Tabellenplatz mit seiner Mannschaft erreichen und bis zum Jahr 2006 als Trainer erfolgreich arbeiten. Nach Saisonstart 2006/07 konnten wir unseren „alten” Trainer Klaus Hilsdorf wieder neu bei der SpVgg begrüßen.

Unter Klaus Hilsdorf konnte der drohende Abstieg durch eine gute Rückrunde noch verhindert werden, doch auch im folgenden Jahr 2007/08 lag man gegen Ende der Hinrunde nur auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Nach dem Ende der Zusammenarbeit mit Klaus Hilsdorf präsentierte man im Januar 2008 mit Günter Winkels wieder einen ehemaligen Trainer der SpVgg, der das Amt bis Sommer 2008 ausüben wollte.  Nach einer durchweg guten Rückrunde konnte man sich schon früh von den Abstiegsrängen entfernen und belegte am Ende der Saison den 11. Platz mit 32 Punkten.

Als neuen Trainer für die erste Mannschaft konnten wir für die Saison 2008/2009 den ehemaligen Rosbacher-Spieler Torsten Graß gewinnen. Die Reservemannschaft wurde ebenfalls neu strukturiert und mit Sven Haaf und Heiko Engelberth übernahmen zwei aktive Spieler das Traineramt.

Zu Beginn der Saison konnte die Erste noch den Titel des Gemeindemeisters wieder einmal nach Rosbach holen, doch die Hinrunde verlief aufgrund vieler verletzter Spieler nicht wie erhofft. Man erreichte auch aufgrund eines deutlich grösseren Kaders und wiederum einer tollen Rückrunde am Ende der Saison den neunten Tabellenrang. Auch bei der zweiten Mannschaft gab es einen deutlichen Spielerzuwachs und man konnte trotz Rang 10 immerhin die Anzahl der Gegentore halbieren.

Die Saison 2009/2010 begann für beide Mannschaften furios. Während die erste Mannschaft zu Beginn in der Spitzengruppe mitmischte und legiglich gegen Ende der Hinrunde etwas abbaute konnte die Reserve sich im oberen Mittelfeld festsetzen. Am Ende sprang der gute siebte Tabellenplatz mit 41 Punkten für die Jungs von Torsten Graß heraus, die Reserve schaffte sogar Rang 5 mit 51 Punkten.

Große Veränderungen gab es zur Saison 2010/2011. Der benachbarte TuS Schladern stieg aus der A-Klasse ab und löste seine Seniorenmannschaft auf. Viele Spieler sowie Teile des alten Schladerner Vorstands schlossen sich der SpVgg an. Aufgrund dieses Spielerzuwachses konnte man erstmals wieder eine dritte Mannschaft ins Rennen schicken, die in der ersten Saison zwar Lehrgeld zahlen musste aber keine Partie Mangels Spieler absagen musste. Sie erreichte am Ende immerhin den vorletzten Tabellenplatz. Die zweite Mannschaft spielte um den Aufstieg in die B-Klasse mit und errang am Ende einen starken zweiten Platz mit 53 Punkten und 81:36 Toren. Die erste Mannschaft konnte sich bereits drei Spieltage vor Schluß den erneuten Aufstieg ins Kreisoberhaus sichern. Mit 80 Punkten und 118:25 Toren stellte man den besten Sturm und die beste Abwehr der Liga.

Für die Saison 2011/2012 übernahm Heiko Bender das Traineramt der dritten Mannschaft.  Furios begann allerdings der Kreispokal, konnte die SpVgg doch das Viertelfinale erreichen und spielte dort wie 1987 gegen den FV Bad Honnef. Mit 1:3 unterlag man, die Entscheidung fiel allerdings erst in den letzten 10 Minuten. Nach zwei Spielen in der Rückrunde und Platz 14 in der Tabelle wurde die Zusammenarbeit mit Torsten Graß beendet und Sven Haaf übernahm das Traineramt für ihn. Die Mannschaft konnte die Klasse halten und beendete die Saison auf einem guten 8. Tabellenplatz. Dabei konnte man 39 Punkte und 73:61 erkämpfen.

Die Zweite Mannschaft scheiterte erneut knapp am Aufstieg und belegte mit 58 Punkten und 87:40 Toren Platz 4. Die dritte Mannschaft beendete die Serie auf Platz 11 mit 28:56 Toren und stolzen 18 Punkten.

Zur Saison 2012/2013 mussten wir ein neues Trainer-Gespann für die II. Mannschaft suchen. Fündig wurden wir relativ schnell, und konnten für die neue Saison mit Uwe Schyns und Alexander Böhme, zwei, im ganzen Fussballkreis, bekannte Fussballer gewinnen.

Die Saison stand zudem ganz im Zeichen der Viererkette. Unter dem Trainergespann Sven Haaf und Armin Winkels wurde das Spielsystem modernisiert und die 1. Seniorenmannschaft erreichte mit zwölf Siegen den neunten Rang in der A-Klasse. Die 2. Mannschaft haderte mit großem Verletzungspech und landete am Ende auf dem 7.Tabellenrang. Die 3. Mannschaft beendete ihre bisher beste Saison auf dem 8. Platz mit 27 Punkten und 35:65 Toren.
Zum Ende der Saison wechselte Sven Haaf in den erweiterten Vorstand und übernahm das Amt des Obmanns. Ihm folgte als neuer Trainer der 1. Mannschaft Uwe Schyns. Die Saison begann für die erste Mannschaft durchwachsen, musste man doch gerade zu Beginn auf einige wichtige Spieler verzichten. Am Ende schaffte man jedoch mit 35 Punkten und Platz Zwölf den Klassenerhalt. Unter Uwe Schyns verbesserten wir uns von Jahr zu Jahr und schlossen die Saison 16/17 mit dem 4. Tabellenplatz ab. Aus privaten Gründen musste leider Uwe Schyns zum Ende der Saison 16/17 sein Trainerposten niederlegen. Mit Volker Hundhausen kehrt ein guter, alter Bekannter der SpVgg als Cheftrainer zurück und leitet ab der Saison 17/18 die Geschicke der 1. Mannschaft. Ihm zur Seite stehen Heiko Bender (Co-Trainer) und Martin Schenk (TW-Trainer)

In der 2. Mannschaft übernahm das Trainergespann Uli Schulte und Lukas Trinius. Erneut spielte die Mannschaft eine starke Saison und verpasste am Ende den Aufstieg nur knapp auf dem 3. Rang und 66 Punkten. In der Saison 15/16 lief dann alles besser und am Ende der Saison konnte man den Aufstieg in die Kreisliga B bejubeln. Die erste B-Klassen-Saison gestalte sich als recht schwierg und erst am vorletzen Spieltag war der Klassenerhalt sicher.
Trainer Heiko Bender machten in der Dritten personelle Probleme zu schaffen, so dass am Ende nur zehn Punkte und der letzte Platz drin waren. Trotzdem war die Mannschaft jeden Sonntag mit Eifer bei der Sache. Seit der Saison 16/17 betreut Morten Lüdtke die “Dritte”.

2014 gab es bei der SpVgg. einige einschneidende Änderungen auf Vorstandsebene. Mit V1 Georg “Bübi” Schirmer, V2 Reinhard Giebeler und Geschäftsführer Andre Wiebel mussten gleich drei Vorstandsmitglieder aus Zeitgründen ihr Amt niederlegen. In ihre Amtsperiode fällt die Modernisierung des Sportplatzgeländes mit Bau der Kunstrasenanlage, an dem vor allem Bübi maßgeblichen Anteil hatte. Nicht zuletzt dem Einsatz des Vorstandes ist es zu verdanken, dass die Anlage bereits jetzt komplett bezahlt ist.

Mit Ulrike Hähner stand erstmals eine Frau als V1 an der Spitze der SpVgg. Hurst-Rosbach. In Jahren 2014 bis 2018 leitete sie gekonnt die Geschicke der SpVgg. Auf der Generalversammlung am 18.03.2018 rückte dann der bisherige 2. Vorsitzende Günther Hundhausen eine Position und wurde einstimmig zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt. In diesem Amt wird er unterstützt von Sascha Solbach als V2 und Carlos Guillen als Kassierer. Auf Jakob Lindner folgt jetzt Manuel Wolfien als Geschäftsführer. Die Positon des Sportlichen Leiters übernimmt Heiko Bender von Sven Haaf.

Jugendabteilung

In den 50gern versammelten sich auch junge Spieler, um gemeinsam zu kicken. Eine A-Jugend wurde ins Leben gerufen. Helmut Sohnius betreute sie. Später sollten mehrere Jugendmannschaften für Rosbach spielen und Maximilian Schäfer wurde gefragt, ob er die Jugendabteilung nicht leiten möge. Er war gerne bereit, als Jugendleiter zu fungieren.

In den frühen 60ger Jahren besaß er ein Auto und konnte so die Jungs zu den Auswärtsspielen kutschieren. Die Jugendabteilung wuchs und so konnte in fast allen Altersgruppen eine Mannschaft gestellt werden. Trainer und Betreuer fanden sich im Seniorenbereich und mit engagierten Mitgliedern konnte man recht erfolgreich arbeiten.

Max Schäfer wurde zum Kreis als Jugendwart berufen und Bruno Brenner übernahm die Leitung der Jugendabteilung für einige Jahre. Später übergab er die Jugendabteilung an Hartmut Gerhards. Vom ersten Tag der Gründung der eigenen Abteilung hatte man Gustav Sälzer als Kassierer gewonnen. Er war mit Leib und Seele dabei. Nicht nur die Kassenführung oblag ihm, er fuhr auch zu den Eltern und kassierte den Beitrag in bar. Die Pflege der Sportgerätschaften, Trikots und auch des vereinseigenen VW-Busses hatte er sich zur Aufgabe gemacht. Über 40 Jahre war er der Jugendabteilung treu verbunden.

Anfang der 80er Jahre wurde Karl-Heinz Hundhausen Jugendleiter. Er baute die Jugendabteilung noch weiter aus. Um jeden einzelnen Spieler bemühte er sich persönlich, suchte das Gespräch mit den Kindern oder deren Eltern, um die Jugendlichen am Spielbetrieb teilnehmen zu lassen. Die Integration unserer ausländischen Mitbürger in den Verein war für ihn besonders wichtig.

Die Förderung der Spieler, allem voran die Förderung der Jungschiedsrichter, hatte für ihn immer Priorität. Leider nahm die Suche nach Trainern und Betreuern immer mehr Zeit in Anspruch und konnte auch nicht immer Genüge tragen.

Karl Heinz Hundhausen half sich hier selbst, indem er Trainer und Betreuer einer Mannschaft wurde. Irgendwie schaffte man es immer, eine Saison mit allen Mannschaften zu überstehen. Nie wurde eine Mannschaft vom Spieltbetrieb zurückgezogen, weil es an Trainern fehlte. Darauf ist der Verein besonders stolz. Auch kam der Spielbetrieb nicht aus Mangel an Spielern zum Erliegen.

Eine Spielgemeinschaft mit dem SV Öttershagen half uns seinerzeit über die zu dünne Spielerdecke hinweg. Seit mehreren Jahren bilden wir schon mit dem SV Leuscheid eine erfolgreiche Jugendspielgemeinschaft.

Auf Karl-Heinz Hundhausen folgte lange Jahre Angelika Brenner, die als Jugendleiterin keine leichte Aufgabe zu bewältigen hatte: musste sie doch damit kämpfen, dass die Zahl der fußballbegeisterten Jugendlichen immer weiter abnahm. Dennoch war sie immer mit viel persönlichem Einsatz bei der Sache!

Ralf Hundhausen übernahm ab 2014 den Posten des Jugendleiters und wurde hier vom langjährigen Jugend-geschäftsführer Reinhard Giebeler überstützt. Seit Anfang 2018 leitet das Trio Uli Schulte (Jugendleiter), Tanja Geilhausen (stellv. Jugendleiterin) und Carlos Guillen (Jugendgeschäftsführer) dier Geschicke der Jugendabteilung.

Alte-Herren-Abteilung

Hier finden wir die Spieler wieder, die früher in den Seniorenmannschaften gekickt haben und den Spaß und die Freude am Fußball spielen noch nicht verloren haben. Die Alte-Herren Abteilung blickt auf eine lange Tradition zurück. War es in den 70ger Jahren Karl-Heinz Schmitz, der die Alten Herren coachte, so übernahm später Willi Bachhausen dieses Amt. Gespielt wird gegen die Gegner in der näheren Umgebung nach einem festen Spielplan mit Hin- und Rückspielen, ohne sich um Punkte zu kümmern. Aber verlorene Spiele werden dabei kritisch diskutiert und die Spiele werden sehr ernst genommen. Obwohl es häufig an Spielern mangelt, gelingt es doch immer wieder, eine Mannschaft aufzustellen und an den Alt-Herren-Turnieren, die den ganzen Sommer in der Umgebung stattfinden teilzunehmen. Ein besonderes Highlight war der Gewinn der Ü-32 Meisterschaft 2012 und beim anschließenden Turnier auf Verbandsebene die dritte Platzierung.